Ein Freiwilligendienst in Palästina

Liebe Freunde und Verwandte, liebe Spenderinnen und Spender, liebe Interessierte,

 

seit Ende August 2008 leiste ich einen 12monatigen Freiwilligendienst im SOS-Kinderdorf in Bethlehem, Palästina. Diese Seite soll als Kommunikationsmedium jeglicher Art dienen. Sie können meine monatlichen Erfahrungsberichte lesen, meine neusten Bilder aus meinem Projekt und der mich umgebenden arabischen Kultur anschauen und unter Links auch Verweise zu weiteren interessanten Seiten finden.

 

Viel Spaß

Christopher Hohn

 

Aktuelles

  

 

18. Januar | Die erste Ausgabe der Freiwilligenzeitung ist veröffentlicht

Die erste Ausgabe "W(o)rtwechsel weltweit" des neuen Freiwilligenjahrganges der Weltweiten Initiative ist erschienen. Wer neben den alltäglichen Nachrichten an persönlichen Erfahrungen oder Impulsen aus Südamerika, dem Nahen Osten, Südafrika und St Petersburg interessiert ist, dem kann unsere Zeitung nur wärmstens empfehlen.

 

Als kostenloser Download ist sie auf der Webseite www.wortwechsel-weltweit.de erhältlich.

 

Viel Spaß beim Lesen

Christopher Hohn

 

 

 

 

18. Januar | Auf den Winter folgt der Frühling

Die letzten Wochen waren bestimmt von religiösen Feierlichkeiten und deren Streichungen, einer Entwicklung der Projektarbeit und tiefere Einsichten in vermutliche Konflikte der Kinder.

 

Zu Beginn meines nun dritten Berichtes möchte ich von den Geschichten erzählen, die sich abseits von meinem alltäglichen Leben in Bethlehem finden lassen, aber auch kein eigenes Thema benötigen. Es sollen Eindrücke sein, die ich während meiner letzten Wochen gemacht habe.

 

Aus meinen ersten beiden Berichten hat sich nun die Struktur ergeben fast ausschließlich in Exkursen zu berichten. So kann jeder lesen was ihn interessiert, ich muss aber auch auf nichts in meinen Erfahrungsberichten verzichten. Neben den nun schon gewohnten Berichten über meine Projekte und Ausflüge, standen meine letzten Wochen besonders im Zeichen der Weihnachtszeit in der Geburtsstadt Jesu und den Erlebnissen während eines Besuches zweier Freunde aus Deutschland. Vielleicht als Kommentar oder persönlichen Blickwinkel ist der Teil über die momentane Situation im Gazastreifen gemeint. Den Abschluss stellen dann noch die neuesten Nachrichten aus der Wüste.

 

Und bevor ich es vergesse: mir geht’s richtig gut hier.

 

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27. November | Bethlehem auf den zweiten Blick

 

Liebe Spenderinnen und

Spender, liebe Freunde und

Interessierte,

 

 

nachdem ich in meinem ersten Bericht erst Fuß in der Gesellschaft gefasst hatte, kann ich sagen, dass ich mit zur Zeit der Fertigstellung meines zweiten Erfahrungsberichts mit beiden Beinen auf dem Boden stehe und auch die Projektarbeit langsam durchschaubarer wird.

 

Wieder einmal sind die letzten Wochen wie im Flug vergangen. Ich durfte die unglaubliche Schönheit dieser Region erfahren, wurde jedoch auch immer wieder durch die verschiedensten Auswirkungen des Nahost-Konflikts aus meinem träumerischen Genuss gerissen. Das Leben im SOS-Kinderdorf wird immer vertrauter und auch auf den Straßen Bethlehems konnte ich nach einigen Küssen auf die Wange händchenhaltend immer wieder von so kleinen Erlebnissen wie ein ‚Masa al-chair Chris‘ (Guten Abend) von einem vollbewaffneten palästinensischen Soldaten in Erstaunen und Euphorie versetzt werden (wie sich nachher rausstellte kannte er mich anscheinend noch von irgendeinem gemeinsamen Fastenbrechen: ‚Masa al-nur‘).

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06. Oktober | Die ersten Schritte in Bethlehem

Liebe Freunde und Verwandte, liebe Spenderinnen und Spender,

liebe Interessierte,

 

nach einem ereignisreichen ersten Monat im SOS-Kinderdorf in Bethlehem habe ich heute meinen ersten Bericht fertiggestellt.

 

Nach vielen neuen Eindrücken, war es interessant auf das erlebte zurückzublicken und mit einem gewissen Abstand erkennen zu können, in welche Richtung man sich bewegt wohin man gehen wollte und wo die Prioritäten für die nächsten Wochen neu zu setzen oder zu festigen sind. Ich möchte mir nicht anmaßen nach meinem ersten Monat über die Araber, Palästinenser, Israelis oder sonstige Gruppen zu schreiben. Ich berichte von den Menschen aus meinem direkten Umfeld. Von Menschen, die fern von gängigen Klischees und Verallgemeinerungen behandelt werden möchten.

 

Liebe Grüße nach Deutschland aus dem Vorderen Orient.

 

Maasalame, Euer Christopher

 

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31. Juli | Benefizkonzert: Mambo Tango

Am Donnerstag den 31. Juli habe ich zusammen mit Kira Möller, die ab August für ein Jahr in Bolivien auch einen Freiwilligendienst mit der Weltweiten Initiative leistet, ein Benefizkonzert organisiert. Wer Lust auf einen vielseitigen, lauten und musikalischen Abend hat ist herzlich eingeladen mal vorbeizuschauen. Da wir mit Werbeeinnahmen auf Flyern und Postern schon im Vorfeld alle Umkosten decken konnten, können wir den gesamten Erlös des Konzerts an die Weltweite Initiative spenden.

 

Eine einmalige Chance:

FEIERN FÜR DEN FRIEDEN

 

www.myspace.com/mambotangofestival

Einlass: 19:30 Beginn: 20:00 Eintritt: 5€  Falkendom (Bielefeld)

http://www.falkendom.de

Bands: The Grains, Lima, Ritalin, Blindtext, Walden, Loomp

 

 

 

 

 

 

17. Juli | Spendengolf im Bielefelder Golfclub

Ähnlich wie bei einem Spendenlauf werde ich am Donnerstag den 17. Juli versuchen zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang die maximale Anzahl an Golflöchern zu spielen. Im Vorfeld suche ich nun Sponsoren, die mich pro gespieltem Loch mit einem frei zu wählenden Betrag unterstützen möchten.

 

Finden Sie diese Idee unterstützenswert und wollen mich an meinem Tag auf dem feingemähten Grün sponsern, so brauchen Sie mir nur eine kurze E-Mail schreiben und ich setze Sie mit auf die Liste. Am Freitag folgen dann weitere Information (unter "Berichte") über den Verlauf der Aktion.

 

 

 

 

 

  

 

Junge Menschen im Einsatz für den Frieden - Freiwilligendienst eines Gemeindemitglieds in Palästina

Artikel im Gemeindebrief (zum heutigen Standpunkt steht fest, dass ich in das SOS-Kinderdorf in Bethlehem gehen werde)

Im August dieses Jahres werde ich im Anschluss an mein Abitur einen 12-monatigen Freiwilligendienst in Bethlehem, Palästina, antreten. Motiviert durch die Möglichkeit, Kindern in einem der zentralen Konflikte der Gegenwart eine Alternative zu der alltäglichen Gewalt aufzuzeigen und eine mir unbekannte Kultur kennen zu lernen, werde ich in einigen Monaten unseren westlichen Wohlstand gegen eine arabische Wohngemeinschaft im Westjordanland eintauschen. 

 

Meine Entsendeorganisation, die „Weltweite Initiative für soziales Engagement“ ist eine kleine Organisation, welche es Jugendlichen ermöglichen möchte, einen nachhaltigen Dienst für die Gesellschaft zu leisten.  Insgesamt kooperiert die Initiative mit 27 möglichst vorbildlichen Entwicklungshilfeprojekten, wobei die Freiwilligen z.B. für die Alphabetisierung von Straßenkindern in Brasilien oder Betreuung von Behinderten in St Petersburg eingesetzt werden.

 

Mein Projekt in Palästina ist die Schule Talitha Kumi in Bethlehem. Der Name der Schule gründet sich auf der ‚Auferweckung der Tochter des Jairus’ (Markus 5,21-24.35-43). Hier sagt Jesus zu dem todgeglaubten Mädchen ‚talitha kumi’, was so viel heißt wie ‚steh auf Mädchen’. Die Schule versteht dieses Wort als ihren Auftrag und bereitet mit einem Internat für Mädchen und einer fundierten Schulbildung der Auferstehung des palästinensischen Mädchens einen fruchtbaren Boden.

 

Da Projekte in den Entwicklungsländern die Kosten für einen solchen Freiwilligendienst nicht tragen können, ermöglicht uns die „Weltweite Initiative“ ein Vollstipendium. Ihre finanziellen Mittel schöpft die Initiative zum Großteil aus Spenden aus der breiten Bevölkerung. Daher sehe ich mich persönlich dazu verpflichtet, im Vorfeld meines Freiwilligendienstes einen möglichst großen Unterstützerkreis aufzubauen. Wenn Sie sich dazu entschlossen haben, einen Teil dieses Dienstes mit einer Spende zu unterstützen, so möchte ich Ihnen aus ganzem Herzen danken.  

 

Außerdem kann ich Ihnen regelmäßige Erfahrungsberichte während meines Jahres anbieten, in denen sie hautnah mitverfolgen können, auf welche Weise ich mich in das Projekt einbringen kann und wie mir das Leben in einer unbekannten Kultur ergeht. Beziehen können sie diese Berichte per E-Mail oder aus dem Gemeindehaus in Hoberge, wo auch noch weitere Informationsmaterialien ausliegen.

 

Christopher Hohn